12. März 2018

Mit 200 km/h auf der Geraden... der Speed ist einfach unglaublich

Lukas Dunner über das Formel 4-Feeling
Der Racer aus Wien ist erst 15 Jahre alt, gilt als eines der großen Motorsport-Talente in Österreich und wird 2018 in der Euroformula Open F3 an den Start gehen. Zur Vorbereitung hat er im Vorjahr tausende F4-Kilometer „gefressen“. Wie es sich anfühlt, mit diesen Formel-Boliden Gas zu geben? Das verrät Lukas Dunner im Interview.

Du hast im vergangenen Jahr viele Kilometer Erfahrung in der italienischen und spanischen Formel 4 gesammelt. Was macht diese Rennserie so besonders?
Die Formel 4 ist die perfekte Einsteigerklasse ins Formel-Racing, in der man bereits mit 15 Jahren ans Lenkrad darf. Die Fahrzeuge sind technisch gut gebaut, die Bremse ist gut zu kontrollieren und kuppeln oder die Starts gehen einfacher wie in der Formel 3. Insgesamt reagiert das Auto sehr gut, man muss aber schon eine sehr genaue Linie fahren. Das Fahrgefühl ist im Vergleich zu jedem „normalen“ Rennwagen sehr speziell.

Viele Motorsport-Fans sind schon in einem Go Kart gessen – kann man Erfahrungswerte in die Formel 4 mitnehmen?
Natürlich... alle Basics wie Linie finden, Zweikämpfe oder Starten gelten in allen Rennserien. Diese Erfahrungen sind schon die halbe Miete, wenn es um das Gesamtpaket geht. Aber die Beherrschung des Formel 4-Boliden an sich ist wie ein Neustart, da fängt man fast bei Null an, wenn man aus dem Kartsport kommt.

Kannst du dich noch an deine ersten Kilometer im F4-Boliden erinnern?
Ja! Zum ersten Mal mit 200 km/h auf der Geraden... der Speed war einfach unglaublich. Und dann das Gefühl, dass man richtig kämpfen muss, um das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten. Aber wenn man sich anstrengt, bekommt man das pure Racing-Feeling als Belohnung.

„Mit dem Fahrzeug kämpfen“ – was dürfen wir uns darunter vorstellen?
Ein Formel 4-Bolide reagiert sehr sensibel, weil es keine elektronischen Hilfen gibt. Wenn man falsch beschleunigt, kommt das Fahrzeug leicht ins Rutschen – da muss erst wieder gerade kommen. Oder wenn man zu schnell unterwegs ist – und die Versuchung ist groß – sollte man den Wagen vor der Kurve rechtzeitig wieder abfangen. Formel 4 zu fahren ist insgesamt viel komplexer, als es aussieht.

Wie viel Fitness braucht es, um einen Formel 4-Boliden zu fahren?
Ein durchschnittlich trainierter Motorsport-Fan sollte eine Trainingssession am Red Bull Ring locker durchhalten. Je mehr man aber ans Limit gehen will, umso anstrengender wird es. Ich würde das dann nicht unterschätzen.

Du bist im November 2016 selbst einige Formel 4-Trainingssessions am Red Bull Ring gefahren. Wie gefällt dir die Strecke?
Der Red Bull Ring ist eine der besten Strecken zum Lernen. Es gibt lange Geraden, um den Speed zu spüren, und anspruchsvolle Kurven, um die Linie zu finden. Für Einsteiger ist diese Mischung ziemlich perfekt.

Welche Zeit kann man sich ein Formel 4-Anfänger als Ziel setzen?
Wer nur 10 Sekunden hinter den Profis bleibt, würde mich beeindrucken.

Dein Profi-Tipp: Was ist bei der ersten Formel-Session am wichtigsten?
Erstens: Nicht übertreiben, langsam an das Auto gewöhnen und schauen, wie es sich anfühlt.
Zweitens: Spät reinbremsen und früh Gas geben!
Drittens: Aufpassen in den Kurven 4 und 5. Bei dieser Doppelrechts ist der Scheitelpunkt sehr spät zu sehen. Da würde ich am Anfang auf Sicherheit fahren.

Lukas Dunner: zur Person
Lukas Dunner kommt aus dem Kartsport, wo er den Meistertitel in der Rotax Central Eastern European Meisterschaft holte und FIA CEZ Champion in der Kategorie Junior wurde. Danach wechselte er in den Formel-Sport und lieferte unter anderem in der SMP Northern European Zone (NEZ) Formel 4 und in der Formel 4 Spanien mehr als respektable Resultate für einen Rookie. 2018 folgt der nächste Karrieresprung: Im Team Drivex School wird der 15-jährige Wiener in der Euroformula Open F3 an den Start gehen.

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