30. Juni 2019

Danke, Niki!

Wir gedenken einer Ikone, einem Weltmeister, einem Freund

Der „Formula 1 myWorld Großer Preis von Österreich 2019“ ist der erste Austrian GP ohne Niki Lauda. Und doch ist unsere Motorsport-Ikone allgegenwärtig: Das ganze Wochenende lang ist in der F1 Fanzone der 1984er McLaren ausgestellt, mit dem Niki Lauda vor 35 Jahren den bislang einzigen österreichischen Heimsieg eingefahren hat. Im Paddock am Spielberg ist auch der Ferrari von 1975 zu sehen, mit dem er zu seinem ersten Weltmeistertitel fuhr. Plus: eine Bilderausstellung im Tunnel zum Fahrerlager.

Kurve 1 ab sofort „Niki Lauda Kurve“

Fans, Teams und Piloten haben am Rennsonntag 2019 auch zahlreiche Gelegenheiten, um dem kürzlich verstorbenen Rennfahrer gemeinsam zu gedenken. Am Sonntagmorgen wurde die Startkurve des Red Bull Ring in „Niki Lauda Kurve“ getauft, Nikis langjähriger Freund und Weggefährte Dr. Helmut Marko überreichte Ehefrau Birgit und Sohn Lukas Lauda eine Skulptur, die dem Streckenlayout des Red Bull Ring entspricht. In den Stunden zuvor wurden rund 60.000 rote Kapperl, das Markenzeichen von Niki Lauda, auf den Tribünen verteilt.

Stimmen

Birgit Lauda: „Uns bedeutet es besonders viel, natürlich auch für die Familie, weil es dem Niki so viel bedeutet hätte, obwohl er ja immer jemand war, der Ehrungen und Pokale abgelehnt und auch verschenkt hat. Mit einer Kurve gab es ja die Geschichte, dass er schon einmal eine hatte und dann wurde sie ihm quasi weggenommen. Damals war er doch recht enttäuscht und traurig und deswegen weiß ich, dass es für ihn heute eine besondere Ehre gewesen wäre, im Rahmen dieser Zeremonie seine Kurve wieder zurückzubekommen.

Lukas Lauda: „Ich bin stolz darauf, freue mich natürlich und bedanke mich sehr bei Red Bull, beim Helmut und bei allen anderen auch. Wie Birgit gesagt hat, wäre er glaube ich stolz darauf, weil er jetzt die Kurve 1 hat. Ich glaube davor war es die Kurve 5 oder 6 und das hätte er irrsinnig gern gehabt. Ich freue mich auch sehr, hier zu sein.

Helmut Marko: „Es gab bereits eine Kurve, die nach Niki Lauda benannt wurde. Im Zuge der Umgestaltung des Red Bull Ring ist sie irgendwie abhanden gekommen und das hat Niki gestört. Ich habe ihm gesagt: ,Du kriegst wieder eine Kurve.’ Jetzt ist glaube ich der richtige Moment, um den Mythos, die Persönlichkeit und vor allem die Verdienste für den Motorsport, die Niki Lauda getätigt hat, in würdiger Weise zu dokumentieren. Wir haben die Kurve Nummer 1 genommen. Hier ist am meisten Aktion, da geht’s am wildesten zu. Also all das, was Niki selbst gelebt und aber auch geschätzt hat. Er hätte sich glaube ich sehr, sehr gefreut.

Wir sagen gemeinsam: Danke, Niki!

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