E-Bike Experience: „Perfekt zum Tricksen und Herumspielen“

Dieter Rudolf war der bestplatzierte Österreicher beim Red Bull Hare Scramble 2018. Bei den Krone E-Mobility Play Days am Red Bull Ring sitzt er am Sattel einer KTM Freeride E. Was ist der Unterschied zu einem Benziner? Wie spürbar ist die Kraftübertragung? Und warum sollte man mit einem E-Bike hinters Haus fahren? Das verrät der Hard Enduro-Pilot im Interview.

Servus Dieter, du bist hier bei den E-Mobility Play Days bei den KTM-Showruns im Einsatz –man sieht dich zwar, aber man hört dich nicht. Womit bist du unterwegs?
Das ist eine Freeride E, das erste elektronische Motorrad aus dem Hause KTM.

Du kommst aus dem klassischen Motorsport. Wie geht’s dir mit dem Handling?
Gefühlsmäßig liegt der Schwerpunkt beim E-Bike wegen dem Akku ein bisschen höher, aber das Handling ist fast ident wie beim Benziner. Da spürt man kaum Unterschiede.

Was ist dann der große Unterschied?
Bei einem E-Bike gibt es keine Kupplung und die Hinterradbremse ist wie beim Fahrrad direkt am Lenker. Das macht das „trialmäßige“ Tricksen und Herumspielen für Rookies einfacher. Denn jemand, der gerade zum Motorradfahren anfängt, hat meistens nicht das notwendige Gefühl mit dem Finger auf der Kupplung und mit dem Stiefel auf der Fußbremse. Beim E-Bike fühlt man sich gleich sicher und weiß sofort, was zu tun ist.

Gibt es auch spürbare Unterschiede beim Gasgeben?
Das Ansprechverhalten wirkt genau umgekehrt. Ein Benzinmotor hat im unteren Drehzahlbereich normalerweise ein ziemliches Loch und entfaltet erst im oberen Drehzahlbereich die ganze Kraft. Beim E-Bike ist von Null weg die volle Leistung abrufbar, da passiert ab Dreiviertel-Gas eher weniger.

Eigentlich müssten Hindernisse mit einem E-Bike leichter zu nehmen sein?
Absolut richtig. Beim Benziner ist viel mehr Kontrolle notwendig, da muss man im Bruchteil einer Sekunde 10 Sachen gleichzeitig machen. Das zu lernen und zu verinnerlichen, ist ein jahrelanger Prozess. Beim E-Bike ist es wesentlich einfacher: Im Grunde geht es ums Bremse lösen und Gas geben.

Ist ein E-Bike der perfekte Einstieg in die Welt von Motocross, Trial und Enduro oder ist das eine ganz andere Welt?
Die Frage ist, was man erreichen will. Wer Ambitionen hat, sich mit einem Benzinbike profimäßig zu batteln, sollte das Handling so früh wie möglich üben. Denn je später der Umstieg auf Kupplung und Fußbremse passiert, umso schwieriger wird er. Aber als Zweitbike ist die Freeride perfekt, vor allem in Stadtnähe ist das E-Bike ein Traum. Da fährt man einfach hinters Haus und stört niemanden.

Wie lange hält der Akku der Freeride E eigentlich?
Knapp 1,5 Stunden und das sollte fürs erste reichen. Denn wenn der Akku leer ist, dann braucht vermutlich auch der Körper eine Pause...

Ams
Frutura
Hofer
Mitsubishi Motors
My World
Neuroth
Steiermark
Rauch
Red Bull

Newsletter

Bitte füllen Sie die Felder unterhalb aus, um sich für unseren Newsletter anzumelden.

Vielen Dank. Sie erhalten in Kürze eine E-Mail, um Ihre Anmeldung zu bestätigen.
Ich bin ein Firmenkunde.
Ich abonniere den Projekt Spielberg Newsletter und möchte regelmäßig über Neuigkeiten, Angebote und Events von Projekt Spielberg informiert werden. Sollte ich meine Meinung ändern, kann ich mich jederzeit unter office@projekt-spielberg.com wieder abmelden. Ich stimme der Nutzung meiner persönlichen Daten gemäß Datenschutzrichtlinien zu.