Im Tiefflug auf der Suche nach der Ideallinie

„Aerobatic Track Preview“: Dario Costa fliegt, F1-Legende David Coulthard kommentiert.

4,318 Kilometer, zehn fordernde Kurven und 65 Meter Höhenunterschied: Dario Costa, Mitglied der Flying Bulls und ehemaliger Red Bull Air Race Pilot, hat den Red Bull Ring vor dem GP der Steiermark 2020 aus einer einzigartigen Perspektive unter die Lupe genommen – vertikale Wendemanöver inklusive. Für seinen „Rundflug“ benötigte der Italiener rund 60 Sekunden, David Coulthard – F1-Legende und Spielberg-Sieger 2001 – liefert die passenden Experten-Insights zu allen Schlüsselstellen. Hier die spektakuläre Red Bull Ring Runde aus der Vogelperspektive:

Costa: „Wie Flugzeuge auf Rädern!“

„Für so einen Flug über einer Rennstrecke gibt es keine bessere Location, als den Red Bull Ring. Die großen Höhenunterschiede und die Lage in der schönen Landschaft machen seine Einzigartigkeit aus. Was Tiefflüge angeht, war es das Herausforderndste, was ich je gemacht habe. Ich musste den Flieger regelrecht wie ein Auto fliegen, um über dem Asphalt zu bleiben. Von der Aerodynamik und den Gesetzen der Luftfahrt hat sich die F1 viel abgeschaut. Die Autos sind fast wie Flugzeuge auf vier Rädern!“

Red Bull Ring © Projekt Spielberg

Kurve 1 – Niki Lauda Kurve.

Großzügige Bremszonen lassen auf dem Red Bull Ring beherzte Überholmanöver zu, wie gleich nach dem Start in der Niki Lauda Kurve, wenn die F1-Piloten in die Eisen steigen, um den 90-Grad-Turn zu meistern. Die Steigung unterstützt die Verzögerung, wer aber zu spät bremst, macht unnötige Umwege über die Kerbs hinaus. Zu früh auf der Bremse bedeutet: leichte Beute für die Gegner! Den Bremspunkt perfekt erwischt, geht es im vierten Gang vorwärts, um die Konkurrenz auf der anschließenden Bergauf-Passage abzuhängen.

Kurven 2 und 3 – vom Drehzahlkeller zum Top-Speed.

Kurve 2 mag harmlos aussehen, doch die Formel-1-Fahrer sind hier mit Vollgas im achten Gang am Werk, rasen mit über 320 km/h bergauf und müssen ihre Boliden danach nahezu mit einem Gewaltakt auf unfassbare 70 km/h im Scheitelpunkt der Kurve 3 herunterbremsen. Die Drehzahl fällt im zweiten Gang in tiefe Regionen. In der langsamsten Kurve, zugleich die höchste Stelle des Red Bull Ring, ist einmal mehr eine saubere Linie gefragt, um den Top-Speed auf der langen Schönberg-Geraden zu knacken – mit rund 330 km/h die schnellste Passage der österreichischen Grand-Prix-Strecke und eine von drei DRS-Zonen.

Kurven 4 und 5 – doppelt rechts.

Tricky: In der abschüssigen Bremszone hin zu Kurve 4 beginnt das Heck nervös zu tanzen, auch der Bremsdruck ändert sich ständig. Die Kurve selbst wird im dritten Gang bei etwas über 100 km/h genommen, anschließendes Short Shifting bis in den siebenten Gang, Beschleunigung auf über 270 km/h. Am Scheitelpunkt der Kurve 5 geht es vor allem um die Vorbereitung auf die kommende Doppel-Links.

Kurven 6 und 7 – endlich wieder links.

Die Reifen in Fahrtrichtung links hatten seit dem Start wenig zu tun, ihre Temperatur ist deshalb niedrig. Zudem fällt die Strecke ab, man sieht beim Einlenken den Ausgang der langen Kurve 6 nicht, weiß aber, dass dahinter ein unbarmherziges Kiesbett wartet. Kurzes Hochbeschleunigen, Zeit, das flaue Gefühl im Magen zu überwinden, gibt es keine, stattdessen müssen die Piloten den späten Scheitelpunkt der siebenten Kurve blind anvisieren.

Kurve 8 – beschleunigen gegen den Kerb.

Im anschließenden Richtungswechsel schalten die Fahrer nur einen Gang hoch, beschleunigen aber auf über 260 km/h und müssen ihren Boliden so positionieren, dass sie ausgangs der Kurve nicht zu weit hinausgetragen werden. Das Ende des Kerbs ist hier nämlich schnell erreicht.

Rindt- und Zielkurve 10 – letzte Chance auf den Sieg.

Nach einer kurzen Geraden wird das Heck beim Anpeilen der Rindt Kurve erneut unruhig, wieder braucht es viel Vertrauen für den blind angefahrenen Kurvenausgang bei 240 km/h im siebenten Gang. Einmal noch durchatmen und es geht hinab zur finalen Kurve des Red Bull Ring und anschließend hinein in die 626 Meter lange Start-Zielgerade – die dritte und letzte DRS-Zone.

Formula 1 Großer Preis von Österreich 2022
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27. Oktober 2021
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