"Alle sind happy" im Rallye-Taxi mit Raimund Baumschlager

Die Motorsport-Karriere von Raimund Baumschlager lässt sich mit einem Wort beschreiben: Rekord. Der Oberösterreicher ist Rekord-Staatsmeister (13 Mal), hat 273 Wertungsprüfungen gewonnen, ist 104 Mal auf dem Podium gestanden und hat insgesamt 1.349 Punkte gesammelt. Mehr Erfolg geht nicht. Am Red Bull Ring lädt der "Mundl" zu Taxi-Fahrten der besonderen Art – mit einem 270 PS starken, 200 km/h schnellen Skoda Fabia S2000 mit original Rallye-Setup.

Rallyefahren am Spielberg ist die weniger bekannte Seite des Red Bull Ring. Was macht deinen Sport so besonders?

Für mich ist Rallye der spektakulärste Motorsport auf vier Rädern. Wir müssen mit allen Untergründen zurechtkommen – Schotter, Asphalt, Schnee oder gemischte Verhältnisse. Und es gibt keine großen Auslaufzonen, das muss uns bei jedem Fehler bewusst sein.

Was erwartet deine Co-Piloten bei einer Fahrt mit dem Rallye-Taxi?

Für fast alle, die bis jetzt dabei gewesen sind, war es im Kopf schwer zu verarbeiten, was da abgeht. Die Kombination aus hoher Geschwindigkeit und nicht sehen, wo es hingeht, ist eine echte Grenzerfahrung – die aber bislang noch jede und jeden begeistert hat. Es ist noch niemand frühzeitig ausgestiegen, im Gegenteil ich habe viele "Wiederholungstäter" am Beifahrersitz und alle sind happy.

Bei der Fahrt mit dem Rallye-Taxi am 5. November* stehen Forstwege in der Nähe des Red Bull Ring am Programm ...

Richtig, die Fahrt auf der gesperrten Schotterstraße wird besonders spektakulär. Ich kann versprechen, dass die meisten Teilnehmer nicht glauben werden, welches Tempo man auf diesem Untergrund fahren kann. Sie werden spüren, was man mit einem Auto alles machen kann, und begeistert sein von Beschleunigung und Verzögerung.

Wie nahe ist das Rallye-Taxi an einem „echten“ Rallye-Fahrzeug?

Wir sind mit einem Skoda Fabia S2000 unterwegs und das ist ein waschechter Rallye-Bolide. Ich habe mit diesem Auto die Staatsmeisterschaft 2014 geholt und in diesem Jahr war das Fahrzeug bei der Schneebergland Rallye und bei der Skoda Rallye Liezen im Einsatz.

Was würde bei einem Platztausch passieren? Kann ein Durchschnittsfahrer mit einem Rallye-Boliden umgehen?

Ich glaube, dass 90 Prozent gar nicht wegkommen, weil sie den Motor abwürgen oder die Kupplung zu Tode schleifen. Die Kupplung funktioniert in einem Rallye-Fahrzeug ganz anders. Und selbst wenn sie das Auto zum Fahren bringen, braucht es viel Erfahrung, viele Kilometer und ein großes Herz, um schnell zu fahren.

Im Vergleich zu einem Meisterschaftslauf: Wie viel Prozent deiner Leistung gibst du bei einer Fahrt mit dem Rallye Taxi?

Ich gehe immer ans Limit, weil die Menschen ja für ein besonderes Erlebnis bezahlen. Aber ich gehe nie über das Limit, denn das wäre Risiko. Das Tempo ist so wie bei einem Rennen, wenn ich einen Vorsprung verwalten und ins Ziel kommen will. Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert, dass ich zu langsam war ...

Darf ich mir als Beifahrer wünschen, dass du langsamer fahren sollst?

Auf Wunsch kann ich gerne auch langsamer fahren. Das passiert aber kaum, vielleicht fünfmal im Jahr. Ich muss dem Beifahrer ja nichts beweisen und der Beifahrer mir auch nicht. Es geht nur um ein schönes Erlebnis.  

Welches Zitat hörst du vor Beginn einer Sonderprüfung am meisten?

"Fahr volles Rohr" oder "Zeig einmal, was du kannst" – aber das kommt meistens von denen, die nicht einsteigen, sondern zuschauen.

Und welches Zitat ist ein Klassiker nach einer Sonderprüfung?

Beim Aussteigen sind die meisten sprachlos, weil sie so etwas noch nie erlebt haben. Da spüre ich nur pure Begeisterung und pures Glück. Was manchen schon auffällt ist, dass Rallyefahren wirklich Schwerarbeit ist, ich muss da wirklich kämpfen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen am Beifahrersitz?

Ja, besonders bei extremen Passagen. Frauen lassen ihren Gefühlen freien Lauf, während Männer so wenig Regung wie möglich zeigen. Anders gesagt: Frauen quietschen und schreien während Männer zu stolz sind um zuzugeben, dass es schon sehr schnell ist.

Der Red Bull Ring bietet neben dem Rallye-Taxi auch viele Fahrtechnik-Trainings. Was hältst du als Profi davon – ist das mehr Erlebnis oder echte Ausbildung?

Ich bin ein totaler Verfechter von Fahrtechniktrainings, weil ich ja fast täglich sehen muss, wie schlecht gefahren wird. Jeder glaubt, er kann fahren – aber die meisten dürfen es nur. Ich kann nur jedem empfehlen: Teilnehmen, Spaß haben und was für den Alltag lernen.

Zum Abschluss: Deine Botschaft an alle Teilnehmer?

Ich biete einzigartige Erlebnisse. Mit mir kommst du an Grenzen des Autofahrens, die du selbst nie erreichen wirst und sollst – und das auf eine sichere Art und Weise.

*Termin bereits ausgebucht

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