"Ein Heimsieg würde mir sehr viel bedeuten“ – Persönliches Interview mit Klaus Bachler und Simona de Silvestro

Unglaublich, aber wahr: Lokalmatador Klaus Bachler hat auf dem Red Bull Ring noch nie gewonnen. Beim ADAC GT Masters am 12. und 13. Juni 2021 will er das ändern – gemeinsam mit Kollegin Simona de Silvestro. Wir haben die beiden im Doppel-Interview.

Klaus Bachler, 29, tritt zusammen mit der vielseitigen und schnellen Porsche-Werksfahrerin Simona de Silvestro, 32, auf einem schwarzen Porsche 911 GT3 R von Precote Herberth Motorsport an.

Simona kommt aus Thun im Kanton Bern. Die sympathische Schweizerin ist die letzte Frau, die das berühmte 500-Meilen-Rennen von Indianapolis gefahren ist, war Formel-1-Testfahrerin und ist von Formula E bis zu den australischen V8-Supercars Rennen in den unterschiedlichsten Kategorien gefahren.

Klaus Bachler stammt aus Unzmarkt-Frauenburg, wenige Autominuten vom Red Bull Ring entfernt. Nach Anfängen im Kart und kleineren Monoposto-Serien etablierte sich der Steirer im GT-Sport, wurde ins Porsche-Nachwuchsprogramm aufgenommen und zählt seit Jahren zu den weltweit Schnellsten im legendären 911.

Klaus, wann warst du zum ersten Mal am Red Bull Ring?

KB: Als Kind war ich mit meinem Vater fast jedes Wochenende als Fan hier. Unser Stammplatz war auf der Tribüne in der heutigen Niki-Lauda-Kurve. Ich liebe diese Anlage. Ich bin auf Rennstrecken auf der ganzen Welt unterwegs, aber der Red Bull Ring gehört definitiv zu den schönsten weltweit.

Und du, Simona?

SdS: Letztes Jahr war ich zum ersten Mal hier. Coole Strecke! Ich mag besonders, dass sie so schnell ist und man hier gut überholen kann. Das kommt meinem Background von den schnellen US-Tracks entgegen.

Simona, was zeichnet Klaus aus?

SdS: Erstens: Er ist wahnsinnig schnell. Zweitens: Er ist wahnsinnig geduldig. Das hilft mir, schneller auf Speed zu kommen. Er nimmt sich die Zeit, mir GT-Autos und den dafür nötigen Fahrstil nahe zu bringen.

Klaus, was zeichnet Simona aus?

KB: Sie kommt ja eigentlich von High-Downforce-Autos wie der Indy-Serie, die einen völlig anderen Fahrstil benötigen ist als unsere GT-Autos. Die ADAC GT Masters ist eine der zwei stärksten GT-Serien der Welt. Hier fahren die Besten der Besten. Ein Großteil der Fahrer hat enorm viel Erfahrung in dieser Serie, und sie hat sich sofort in diesem Feld eingelebt. Das beweist, wie unglaublich vielseitig sie ist.

SdS: Und ich kann unser Auto mit der Nummer 7 durchaus aggressiv bewegen.

KB: Ja, absolut.

Wie stimmt man ein Auto ab, das zwei Fahrern passen muss?

SdS: Im letzten Jahr hat hauptsächlich Klaus die Richtung vorgegeben, aber mit meiner zunehmenden Erfahrung bringe ich mich mehr und mehr ein. Je nachdem wer die Quali fährt werden unsere individuellen Vorlieben berücksichtigt.

KB: Wir sind auch ähnlich groß und fahren mit denselben Sitz-Inlays. Insofern passen wir auch gut zusammen.

Was macht die Charakteristik des Red Bull Rings für den Fahrer aus?

KB: Man sieht hier fast immer spannende Rennen, weil das Feld in der Regel eng zusammenbleibt und es viele Überholmöglichkeiten gibt, vor allem nach den schnellen Geraden in der Bremszone. Sowohl als Fahrer als auch als Ingenieur muss man die richtige Balance zwischen dem flüssigen Teil ab der Rauch-Kurve und den harten Bremsmanövern nach den drei langen Geraden finden.

Welche Schlüsse konntet ihr aus dem Saisonstart in Oschersleben für den Red Bull Ring ziehen?

KB: Im Qualifying waren wir zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Die Serie ist so eng, dass wir Mühe hatten, diese Scharte im Rennen wieder auszuwetzen. Es war den gemischten Bedingungen geschuldet, dass wir dennoch von Platz 22 auf Platz 6 nach vorfahren konnten. Danach haben wir gut analysiert und wissen jetzt, was wir für die Quali am Red Bull Ring ändern müssen.

Was sind die Zielsetzungen für den Red Bull Ring?

KB: Ich denke, unser Grundspeed passt. In Oschersleben hätten wir ohne die bereits erwähnten Fehler aufs Podest fahren können. Es sind ein paar Kleinigkeiten, an denen wir arbeiten müssen. Der Red Bull Ring ist für mich etwas Besonderes. Ich bin hier zwar schon mehrfach am Podest gestanden, aber noch nie ganz oben. Ein Heimsieg würde mir sehr viel bedeuten.

SdS: Dass uns der Red Bull Ring liegt, haben wir schon im letzten Jahr gesehen. Leider sind wie dann wegen eines Motorschadens ausgeschieden. Weil es Klausis Heimstrecke ist, werden wir voll reinhauen. Wir hoffen, dass es mit seinem ersten Sieg in der Heimat klappt. Ich denke, die Fans werden uns auf jeden Fall die Daumen drücken!

Wer Klaus Bachler und Simona de Silvestro am Wochenende live an der Rennstrecke anfeuern möchte, kann sich am Samstag und Sonntag, jeweils von 08:00 bis 16:00 Uhr, Tickets an der Tageskassa sichern. Es gilt: first come, first serve. Beim Zutritt zur Veranstaltung ist ein gültiger Nachweis über die Erfüllung der „3-G-Regel“ (getestet, geimpft, genesen) erforderlich.

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