Ferdinand Habsburg: „Veränderung braucht immer ein bisschen Schmerz“

Der österreichische F3-Fahrer steckt in dieser Saison im Mittelfeld fest und macht sich trotzdem keine Sorgen, weil er überzeugt ist: „Im richtigen Auto bin ich einer der besten Fahrer.“ Ein Interview mit FH#62 über den coolsten Job der Welt und den Traum vom eigenen Motorrad.

Servus Ferdinand, du bist im Paddock mit einem sehr coolen Retro-Motorrad unterwegs... was ist das für ein Bike?
Das ist eine BMW R 80, Baujahr 1987.

Warum bist du auf 2 Räder umgestiegen?
Ich habe im Vorjahr den Motorrad-Führerschein gemacht, weil ich seit ewig von einer alten BMW im Boxermotor-Look träume. Jetzt hat sich die Möglichkeit ergeben, genau das zu bekommen, was ich haben will, weil ein guter Freund eine Werkstatt eröffnet hat, in der er Oldtimer restauriert. Mein Motorrad war sein erstes Projekt.

Verbringst du nicht schon genug Zeit hinter dem Steuer?
Das Motorrad-Fahren gibt mir das Gefühl von Freiheit zurück. Ich kann alles selbst bestimmen und kein Handy stört mich. Manchmal habe ich ja den Eindruck, es gibt mehr Manager als Menschen auf dieser Welt und alle wollen etwas. Mit dem Motorrad kann ich einfach Spaß haben und genießen. Für mich ist das wie ein geistiger Reset.

Apropos Genuss: Hast du das Rennen am Samstag genossen? Du hast einen grandiosen Start gezeigt und 5 Plätze gut gemacht.
Ja, weil Regen ist für mich auch ein Gefühl von Reset. Plötzlich haben alle Fahrer die gleichen Chancen und ich kann zeigen, was ich draufhabe, und das habe ich gemacht. Im Trockenen läuft es halt so, wie es immer läuft – und im Moment tut sich mein Team leider schwer.

Das klingt jetzt nicht nach „Ich hab‘ den coolsten Job der Welt“...
Wenn der Glauben fehlt, dass man den Sieg holen kann, dann ist es manchmal sehr schwer, ehrlichen Spaß zu haben. In so einer Saison wäre es extrem einfach umzudrehen und aufzugeben. Aber das will ich nicht. Ich will weiterfahren, weil ich es liebe und genieße... ich will spüren, dass ich den coolsten Job auf der Welt habe.

Was kannst du persönlich dafür tun?
Ich muss lernen umzudenken, wenn ich Ziele nicht erreichen kann. Damit tue ich mir offenbar schwer, ich bin noch sehr in meinen Emotionen gefangen. Erfolgreiche Sportler reißen sich zusammen und beißen sich durch. Diese Stärke macht einen Menschen aus.

Macht dich dieses Jahr stärker oder belastet dich die Situation?
Diese Saison macht mich härter und das ist absolut notwendig. Veränderung kommt nicht einfach von alleine, dazu brauch es immer auch ein bisschen Schmerz. Von diesem Schmerz habe ich in diesem Jahr einiges zu spüren bekommen, also hoffe ich auf ziemlich große Veränderungen.

Heißt das, dass du ganz neue Wege gehen könntest?
Nein, ich bleibe dem Motorsport zu 100 Prozent erhalten.

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