Oliveira! Heimsieg für KTM am Spielberg

Der Portugiese entscheidet Hochgeschwindigkeits-Krimi am Red Bull Ring in der letzten Kurve für sich.

Das 900. Rennen in der Geschichte der Zweirad-Königsklasse geht an den österreichischen Hersteller KTM. Der Portugiese Miguel Oliveira (Red Bull KTM Tech 3) setzte sich in einem packenden Steiermark-GP erst in der allerletzten Renn-Kurve an die Spitze und holte den Sieg vor Jack Miller (Ducati) und Pole Setter Pol Espargaró (Red Bull KTM Factory Racing). Wie schon in der Vorwoche war auch das zweite MotoGP-Rennen am Spielberg ein echter Krimi in zwei Akten.

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Erneuter Re-Start nach Viñales-Absprung

Nach starker Leistung und Pole Position im Qualifying erwischte Espargaró am Sonntag einen mäßigen Start. Joan Mir, von Position drei aus gestartet, nahm lange Zeit Kurs auf den Sieg, Jack Miller und der Japaner Takaaki Nakagami steuerten dahinter auf das Podium zu. Und dann: Re-Start. Wie schon am vergangenen Sonntag musste auch der Steiermark-GP neu gestartet werden – diesmal nach einem spektakulären Absprung von Maverick Viñales in Kurve 1.

Wieder Kurve 10

Vor allem die KTM Rider Pol Espargaró und Miguel Oliveira konnten die Gunst der Re-Start-Stunde nutzen: Espargaró lieferte sich in dem Sprint-Rennen über zwölf Runden ein packendes Duell an der Spitze mit Jack Miller, während Oliveira den Zweikampf vor sich ausnutzte und in der allerletzten Kurve an Espargaró und Miller vorbeiging: „Ich wusste, das Pol und Jack stark sind, dachte aber nicht wirklich, dass ich sie sauber überholen können würde. Aber ich wusste auch, dass Jack in den letzten Runden angreifen würde. Ich bin in der letzten Kurve sicher und smart innen geblieben“, so der Sieger, der als erster Portugiese einen MotoGP-Sieg feiert.

Das sagen die Top 3

Miguel Oliveira (POR/KTM): „Das ist so emotional. Es gibt so vieles, was ich jetzt sagen möchte, aber ich schaffe es kaum, ein paar Worte herauszubringen. Danke an alle, die an mich geglaubt haben! Und an alle portugiesischen Fans. Ich habe Geschichte geschrieben für mein Land. Ich könnte nicht glücklicher sein, dass es mit KTM und Red Bull passiert ist!“

Jack Miller (AUS/Ducati): „Im ersten Rennen wollte ich davonfahren, aber wir konnten den Speed von Joan (Mir, Anm.) nicht mitgehen. Er hat richtig Gas gegeben. Im zweiten Rennen war alles anders. Ich konnte zwölf Runden alles geben und habe schon an den Sieg gedacht, war aber in der letzten Kurve zu weit. Gratulation an Miguel!“

Pol Espargaró (ESP/KTM): „In diesem Rennen konnte jeder gewinnen. Ich habe einen guten Job gemacht und bin glücklich, dass ich am Podest bin. Das war ein Wahnsinns-Fight in der letzten Kurve. Das ist Racing! Eigentlich war es das Rennen von Joan Mir. Man muss ehrlich zugeben, dass es eigentlich sein Sieg war.“

KTM bricht Ducati-Dominanz am Spielberg

KTM zeigte sich beim zweiten Heimrennen in Serie am Spielberg bärenstark: Mit Oliveira und Espargaró zwei Rider am Podium, alle vier Motorräder in den Top 10: Iker Lecuona (Red Bull KTM Tech 3) beendete den Steiermark-GP auf Platz zehn, Brad Binder (Red Bull KTM Factory Racing), nach dem Re-Start in Schlagdistanz zum Podest, landete auf dem achten Platz. Pit Beirer, KTM-Motorsportdirektor: „Unglaublich, dass es ausgerechnet jetzt für Miguel geklappt hat. Das ist absoluter Wahnsinn, so ein Finale in der letzten Runde! Für Pol tut es mir leid. Wir feiern den Heim-Grand-Prix für KTM am Spielberg!“

Zentimeter-Entscheidung in der Moto2

Celestino Vietti (ITA/KTM) eröffnete den Rennsonntag mit einem Moto3-Sieg auf dem orangen Fabrikat aus Oberösterreich. Der rot-weiß-rote Rider Maximilian Kofler machte ganze acht Plätze gut, stürzte wenige Runden vor Schluss und beendete das Rennen auf Platz 24. In der Moto2 hätte Jorge Martin seinem Team Red Bull KTM Ajo nach dem Erfolg von letzter Woche fast einen Doppel-Heimsieg geschenkt. Der Spanier sah zwar wenige Zentimeter vor Marco Bezzecchi (ITA) die Ziellinie, musste dem Italiener aber nach einem Verstoß gegen die Track Limits in der letzten Runde den Sieg überlassen.

Flying Bulls mit sehenswerter Show vor Rennstart

Fahnenflug mit AB212 Hubschauber I Österreichisches Bundesheer  © Red Bull Content Pool

Ein beeindruckendes Air Display zeigten unter anderem eine B25 Mitchell, ein Alpha Jet oder eine P-38 Lightning im steirischen Himmel. Eine Edge 540 eskortierte den Neuzugang der Flotte, einen HondaJet HA-420 Elite. Pünktlich zur Landeshymne der Steiermark präsentierte das Österreichische Bundesheer mit einem AB212 Hubschrauber, gestartet in Hörsching, und einer Alouette-3, abgehoben am Militärflugplatz Aigen im Ennstal, die österreichische Nationalfahne und die Landesfahne der Steiermark direkt über der MotoGP-Startaufstellung auf dem Red Bull Ring

Alle Highlights zum ersten Doppel-Grand-Prix der Zweirad Königsklasse gibt es hier zum nachsehen:

Wer 2021 wieder live am Spielberg dabei sein möchte, wenn sich die MotoGP-Stars von 13. bis 15. August 2021 (vorbehaltlich Bestätigung durch FIM) beim „Motorrad Grand Prix von Österreich“ packende Duelle am Red Bull Ring liefern, der sollte sich rasch Tickets sichern!

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