10. Juni 2018

Rahel Frey: „Wer schnell sein will, muss es langsam angehen“

Die fröhliche Schweizerin feiert 2018 ein unglaubliches Jubiläum: Seit 20 Jahren behauptet sich Rahel Frey in der Männerdomäne Motorsport. Beim ADAC GT Masters am Red Bull steht sie mit dem Audi R8 LMS am Start – im Herbst kommt sie als Instruktorin zum Ladies Race Day. Worauf dürfen sich die Teilnehmerinnen dabei freuen? Was ist für einen Racer wichtiger – Talent oder Disziplin? Und was ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen hinter dem Lenkrad? Darüber haben wir mit der 32-Jährigen gesprochen.

Platz 16 im ersten Rennen am Samstag – wie zufrieden bist du?
Sehr zufrieden, wir können jetzt endlich wieder mithalten. Wir hatten einen sehr schlechten Saisonstart, deshalb ist das für uns ein großer Schritt. Das ganze Team kann jetzt wieder Mut fassen.

Liegt das auch am Red Bull Ring, weil du dich hier wohl fühlst?
Ich kenne niemanden, der nicht gerne am Red Bull Ring fährt – und wenn man eine Strecke mag, fällt einem tatsächlich vieles einfacher. Allerdings ist der Red Bull Ring traditionell keine Audi-Strecke, wir tun uns hier im ganzen Rennjahr immer am schwersten. Umso mehr ist das Ergebnis für uns ein gutes Zeichen.

Dann wäre für euch Regen im Sinne der Chancengleichheit wünschenswert?
Absolut, wir hoffen eigentlich schon seit Donnerstag darauf... Wir wären im Regen definitiv noch stärker.

Der Regen kommt vielleicht – fix ist: Wir feiern heute Vatertag. Wie geht es dir in der Männerdomäne Motorsport?
Mir geht es sehr gut. Man lernt im Laufe der Jahre mit den Männern und den Jungs umzugehen und wenn du kompetent bist, dann wirst du auch akzeptiert. Ich hatte nie Probleme und hoffe, dass es so bleibt.

Du feierst in diesem Jahr dein 20jähriges Jubiläum Motorsport. Hat sich das Verhalten der Männer in dieser doch langen Zeit verändert?
Eigentlich nicht. Es wird immer Männer geben, die mit Frauen besser zurecht kommen als andere. Ich sehe das heute viel entspannter, das hilft schon sehr. Deshalb: Einfach so lassen, wie es ist, dann passt das sehr gut.

Du bezeichnest dich selbst als sehr diszipliniert. Was ist für den Erfolg einer Rennfahrerin wichtiger: Disziplin oder Talent?
Es ist beides wichtig. Um schnell zu sein, brauchst du Talent. Um Sponsoren zu finden oder fit zu bleiben, ist Disziplin notwendig. Ich würde schätzen, 60% Talent und 40% Disziplin sind eine gute Mischung.

Also ist Talent ein bisschen wichtiger?
Schon. In den GT Masters zum Beispiel wird auf einem hohen Level extrem hart gefahren. Da musst du im Zweikampf innerhalb von Sekundenbruchteilen die richtige Entscheidung treffen – das geht nur mit Talent.

Du wirst im Oktober beim Ladies Race Day am Red Bull Ring mit dabei sein. Worauf dürfen sich die Teilnehmerinnen freuen?
Auf eine unglaublich entspannte Atmosphäre an diesem Tag. Ich war vor zwei Jahren schon einmal dabei und damals waren alle offen und neugierig. Die Mädels konnten wirklich profitieren von den vielen Erlebnissen und Eindrücken. Ich freue mich definitiv auf diesen Tag!

Was ist dein wichtigster Tipp für eine schnelle Runde?
Wenn man schnell sein will auf einer Rennstrecke, dann muss man es langsam angehen. Ich sehe oft, dass Rennfahrer attackieren wollen, aber zu schnell fahren und dann passt das Timing nicht mehr – sie verpassen Bremspunkte, Einlenkpunkte oder Schaltpunkte. In Wirklichkeit braucht Schnellfahren unglaublich viel Geduld.

Kann man von einem Fahrtechniktraining auch für den Straßenverkehr etwas lernen?
Absolut. Wir lernen zum Beispiel eine richtige Vollbremsung, präzises Lenken oder die korrekte Sitzposition im Auto. Und die Ideallinie funktioniert im Kreisverkehr genauso wie auf der Rennstrecke. Das alles hilft beim sicheren Fahren.

Merkst du eigentlich einen Unterschied, wie Männer und Frauen beim Autofahren ticken?
Ja, definitiv. Frauen gehen mit mehr Respekt an die Sache ran, wir sind manchmal fast ein bisschen ängstlich. Das kenne ich von mir selber: Ich muss beim Start oft meinen inneren Schweinehund überwinden, um voll am Gas zu bleiben. Dafür hören Frauen meistens besser zu, sind eher bereit für Tipps und kommen schlussendlich auf den gleichen Level wie die Männer. Was am Anfang Respekt ist, wird zur Offenheit und dann zur Cleverness bei der Umsetzung.

Und Männer?
Müssten einfach lernen zuzuhören...

Winterangebote am Ring
 

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gilt am: 16.12.2018

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