14. November 2019

Roland Düringer: Am 21. Februar mit „Africa Twinis“ am Ring

Der österreichische Kabarettist ist mit seinem neuen Programm „Africa Twinis“ am Spielberg zu sehen – und zwar am 21. Februar 2020. Im Interview haben wir mit ihm über seine motorisierten Vorlieben, die Charakteristik von erfolgreichen Motorsport-Athleten und Klischees in der Kleinkunst gesprochen.

Ist der Auftritt bei Kabarett am Ring für Sie “business as usual”? Oder ist der Red Bull Ring doch eine außergewöhnliche Location für Kabarettisten?
Die Location ist durchaus besonders, weil sie mir schon seit der Zeit vertraut ist, als man sie noch „Zeltweg“ nannte. Mir ist das Gelände nicht unbekannt, aber ich war noch nie bei Kabarett am Ring zu Gast, deshalb lass ich mich überraschen.

Das bedeutet, dass auch die Vorbereitung dieselbe ist. Oder?
Genau, es ändert sich nichts und das ist gut so. Ich habe ein Stück, das ich in ganz Österreich präsentiere und das wird funktionieren. Auch am Ring – ich passe mein Programm nicht an den Veranstaltungsort an.

Wenn Sie ein Motorsport-Rennfahrer wären, zum Beispiel aus der Formel 1 oder der MotoGP...
Formel 1 wäre nichts für mich.

Also eher MotoGP...
Ja, sicher. Ich sage immer: Wer sich nicht Motorradfahren traut, muss mit dem Auto fahren.

Welcher MotoGP-Fahrer wären Sie gerne?
Der, der sich nicht verletzt. Am Ende des Tages bist du der Gewinner, wenn du der mit den wenigsten Verletzungen bist. Es gibt auch ein Leben nach der Karriere...

Das mag sein, aber kann man ohne diese Einstellung zum Risiko überhaupt auf diesem Level Motorradfahren und erfolgreich sein?
Das ist keine Frage der Einstellung, es ist eine Frage des Glücks. Ich kenne das ein bisschen aus meiner Motocross-Leidenschaft: Die Verletzungsgefahr und das Risiko schweben immer über dir, in jeder Sekunde, und du kannst nichts dagegen tun – unabhängig davon, welche Einstellung du hast. Da gibt es eben Athleten wie Marc Márquez, die in jedem Rennen an die absolute Grenze gehen. Das geht jetzt, dank Technologie und Fortschritt in den Sicherheitsmaßnahmen der Rennen.

Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: Ich wäre gerne Rossi, wenn ich es mir aussuchen könnte, weil er eine Ikone und ein polarisierender Charakter ist. Es braucht im Sport nicht nur Athleten, sondern auch Entertainer und zu dieser Sorte von Rennfahrern zählt Rossi. Deswegen hat er damals auch seine härtesten Konkurrenten wie Max Bianchi in den Schatten gestellt – nicht, weil er schlechter gefahren ist, sondern weil sich Rossi besser verkauft hat.

Das klingt so, als wäre die MotoGP die interessanteste Motorsport-Disziplin für Sie...
Die interessanteste ist es nicht unbedingt, weil ich eigentlich Motocross-Fanatiker bin. Allerdings ist Motocross nicht so breitenwirksam wie die MotoGP, das ist Fakt – zumindest in Europa. In den USA sieht das ganz anders aus. Ich schau‘ mir aber auch gerne Supercross an. Zum Zuschauen sind für mich alle Disziplinen mit Rundenrennen interessant, weil es auch um Taktik und Rennstrategie geht und nicht nur ums Gaspedal.

Winter am Ring: Enduro Snow Attack

Gibt’s ein Klischee bezüglich der Autos, die Kabarettisten fahren?
Vorab: Ich breche sowieso aus allen Klischees aus, denn ich fahre auf der nächsten Tournee ausschließlich mit dem Zug, weil ich das Autofahren satthabe und Staus nicht mehr sehen kann. Ich war aber auch schon Ende der 90er sicherlich die Ausnahme, weil ich keines der Kleinkunst entsprechenden Fahrzeuge gefahren bin.

Was wäre das gewesen?
Naja, etwas Vernünftiges. Auf Tour wäre das vermutlich ein spritsparender Minivan, mit bequemen Sitzen und ordentlicher Ausstattung, damit man die langen Autofahrten zwischen den Shows möglichst angenehm überbrückt. Ich bin aus diesem Ansatz etwas ausgebrochen und war zum Beispiel mit einer Corvette oder einem alten Toyota Corolla auf Tour. Ich wollte beim Autofahren Spaß haben. Das Ganze hatte natürlich seinen Grund: Ich bin im Jahr zwischen 50.000 und 70.000 Kilometer gefahren und irgendwann kannst du die Westautobahn nicht mehr sehen. Deshalb habe ich mir extraordinäre Fahrzeuge angeschafft, um dieser Eintönigkeit Einhalt zu gebieten.

Ich kann mich erinnern, da habe ich einmal im Winter in der Steiermark in der Nähe von Kapfenberg gespielt und war mit einem Mitsubishi Evo unterwegs. Ich bin dann in der Nacht im dichten Schneefall absichtlich über das Mariazellerland nach Hause gefahren, weil‘s geil war.

Winter am Ring: Mitsubishi Evo

Haben Sie ein Traumauto oder Traumbike?
So ein ewiges Traummodell gibt es für mich nicht, weil es dauernd etwas Neues gibt. Für mich haben sowohl sehr alte als auch die neuesten Modelle ihren Reiz. Beim Motorrad fahre ich momentan eine Honda Africa Twin – da setze ich mich auf’s Bike und es funktioniert alles. Ich besitze aber auch eine Yamaha XT 500 aus den 80ern mit 33 PS. Da wird’s ab 80km/h spannend.  

Was können Sie uns über Ihr neues Programm „Africa Twinis“ erzählen?
Es ist ein Kleinkunststück und es geht um zwei langjährige Freunde, die sich einen lebenslangen Traum erfüllen möchten: mit dem Motorrad nach Dakar zu reisen. Die beiden Freunde haben das in ihrer Jugend bereits versucht, sind allerdings nicht über das Waldviertel hinausgekommen. Jetzt wollen es die beiden nochmal wissen, allerdings haben sich beide Charaktere extrem verändert und man bekommt schon relativ früh im Stück das Gefühl, dass diese Reise nicht gut gehen kann. Es ist ein Stück über Freundschaft und über die Lust am Abenteuer, aber auch über die Angst vor dem Abenteuer selbst.

Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?
Ich behandle immer Themen, die gerade bei mir selbst oder in meinem Umfeld sehr prominent und relevant sind. Jetzt bin ich Mitte 50 und ich weiß, dass gewisse Dinge bald nicht mehr möglich sind. Das heißt: Jetzt oder nie, weil in zehn Jahren wird es noch unmöglicher sein, diese Dinge, die man immer schon mal tun wollte, durchzuziehen. Außerdem kenne ich mich mit Motorrädern ziemlich gut aus, daher der Konnex.

Außerdem kenne ich viele Männer in meinem Alter, die momentan zu den gefährdetsten Menschen im Straßenverkehr zählen. Das sind jene Männer, die mit 17 das letzte Mal auf einer Maschine gesessen sind und sich bei 80km/h angefangen haben zu fürchten. Jetzt setzen sie sich, ohne zu zögern, auf eine wesentlich stärkere Maschine und fangen erst bei 160km/h an zu zucken. Warum? Weil sie es nochmal wissen wollen. Hier schließt sich auch der Kreis zu meinem Stück – es geht darum, etwas erleben zu wollen, aber auch um die Angst davor.

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